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21.11.2021 Vordere (927m) und Hohe Mandling (967m), Gutensteiner Alpen

Eckdaten:

  • Wegführung: Waldegg-Dürnbach (10.05) - Vordere Mandling (927m, 11.45) - (925m, 12.00) - Aussichtsgupf (12.35) - Hohe Mandling (967m, 14.00) - Ortmann Hst. (15.30)
  • Länge: 14 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 900 hm
  • Reine Gehzeit: ca. 4,5 Std.

Der Kreis schließt sich. Meine letzte Mandling-Überschreitung war die erste Tour im neuen Jahr und begann enttäuschend, da der Hochnebel im Tagesverlauf anstieg und mir die Sicht auf der Vorderen Mandling vernebelte. Dieses Mal hatte ich mehr Glück. In der Höhe war die Luft trocken und klar, der Hochnebel relativ niedrig und das sollte sich tagsüber auch nicht viel ändern. Zudem war es sehr warm und fast windstill, erst auf der Hohen Mandling kam mehr Wind auf und vertrieb die lästigen Hirschlausfliegen, die heuer eine echte Plage sind.

Auf der Hinfahrt (Direktzug nach Gutenstein ab Hbf) stieg eine Wandergruppe ein, geführte Tour. Die Gruppe stieg ich in Piesting ab. Nachdem ich sie über die Rückfahrt reden ließ, peilten sie offenbar das gleiche Ziel wie ich an.

Bild 1: Ich stieg in Waldegg-Dürnbach aus, am Himmel seltener Cirrocumulus.

Vorbote des Frontensystems einer schwachen Frontalzone, die am Folgetag verbreitet für ein wenig Regen sorgen sollte.

Bild 2: Späte Aster alpinus am Südhang (Blühzeit normal bis September).

Bild 3: Scherzbolde.

Bild 4: Letzte goldgelbe Töne.

Bild 5: Aufstieg durch schönen Buchen-Mischwald mit teilweise knietiefem Laub.

Bild 6: Tauswiese.

Bild 7: Hernstein, dahinter Aigen. Über dem Wiener Becken hielt sich hartnäckig Hochnebel.

Bild 8: Die Rosalia schaut wie ein Walrücken aus dem Hochnebelmeer, mit dem Heuberg (748m) als höchsten Punkt in der Bildmitte.

Im Vordergrund Ausläufer der Fischauer Vorberge, die knapp aus dem Nebel schauen (Obergrenze knapp unter 600m).

Bild 9: Dieses Mal nahm ich eine Abzweigung, um den Südgipfel mitzunehmen.

Ein schöner Platz, aber ich verweilte nur kurz, weil ich von Hirschlausfliegen verfolgt wurde. Die krabbeln in den Ärmel, in den Nacken, in die Brust, in die Brille. Ich hasse diese Viecher.

Bild 10: Gipfelkreuz (927m), zwei Meter höher als der Hauptgipfel

Bild 11: Rosalia in voller Länge, die Nebelobergrenze sank ab.

Bild 12: Weiterer Aufstieg in der Sonne.

Bild 13: Von einem Aussichtspunkt mit Blick zum Gaisstein (974m).

Bild 14: Unweit des Hauptgipfels die erste Sichtachse zum Schneeberg, davor Dürre Wand.

Bild 15: Unerwarter Durchgucker zum Hochschwab!

Ganz links die Nordwand des Großen Sonnleitsteins (1639m), dann Glatzeter Kogel (1594m), Hohes Waxenegg (1647m), ganz rechts Donnerkogel (1617m) und Rauchstein (1526m) als Spitz links dahinter. In der Bildmitte schaut aber noch was weiter Entferntes durch. Es handelt sich um den Hochschwab-Hauptgipfel (2277m) in 74km Entfernung.

Bild 16: Dürrenstein und Ötscher.

Im Vordergrund der Felszacken unterhalb des Großen Kitzbergs (771m), links dahinter mit dem Sender Residenzberg (818m).

Bild 17: Ötscher ohne Schnee.

Bild 18: Dürrenstein und Gemeindealpe.

Bild 19: Fürwahr ein schöner Aussichtsplatz.

Bild 20: Auch Richtung Hocheck (links) und Waxeneck (Bildmitte), im Hintergrund Waldviertel.

Bild 21: Im Vordergrund Großer Rosenkogel (841m), davor ein unbenannter Föhrengipfel, mein nächstes Ziel.

Bild 22: Im Abstieg von der Vorderen Mandling ergab sich nochmals eine schöne Sichtachse zu Göller, Dürrenstein und Ötscher.

Der unbenannte Gipfel ist komplett bewaldet, aber etwas südlich gibt es einen umwerfenden Aussichtsplatz, wo ich weitgehend ungestört von Fliegen rastete.

Bild 23: Panorama.

Bild 24: Alles leuchtet durch die tiefstehende Sonne.

Bild 25: Auch das frische Grün - kein Wunder nach so vielen milden Monaten mit wenig Bewölkung und kaum Frost.

Bild 26: Weiterweg durch hohe Gräser

Auf der großen Gipfelwiese traf ich die Wandergruppe vom Zug wieder. Respekt vor dem flotten Tempo. Etwas unterhalb des Gipfels sind die Bäume weniger dicht, von dort hat man einen guten Blick nach Westen.

Bild 27: Mich faszinierte diese Gipfelkette

Ganz links Freudentaler Mauer, dahinter Obersberg (1460m), darüber Schwarzauer Gippel, links Perschkogel, rechts Gippel, dann Preineckkogel und rechts Göller.

Bild 28: Auch von hier ein Ötscherblick.

Bild 29: Beim Gipfelkreuz rastete ich eine halbe Stunde in der Sonne.

Auflebender Südostwind vertrieb die Fliegen.

Bild 30: Im Abstieg mit tiefstehender Sonne.

Bild 31: Bei der Jagdhütte mit Blick zum Hochwald (919m), links Sirnitzgupf (956m).

Bild 32: Pures Gold.

Bild 33: Bei der großen Wiese oberhalb des aufgelassenen Gehöft Mandlings genoss ich noch einmal die Sonne.

Links die Süßwände. Blick zur Hohen Wand.

Bild 34: Im Vordergrund die Balbersteine.

Das Gehöft muss ich verpasst haben oder sie haben seit Jahresbeginn die Mauern abgerissen. Im unteren steileren Teil hieß es teilweise aufpassen wegen dem schmalen Steig mit hohem Laub. Um halb vier erreichte ich die Haltestelle Ortmann, die Wandergruppe kam fünf Minuten später. Der Zug fuhr sieben Minuten später ab.

Ab Markt Piesting fing dichter Nebel an, da war es 16 Uhr 15. Gegen halb fünf rollten wir pünktlich in Wiener Neustadt ein, ebenfalls nebelig. Um 16 Uhr 45 stürzte der Hubschrauber vom Haselsteiner bei Wiener Neustadt ab. Sichtbedingungen herrschten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr...

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